Im Notfalleinsatz steht, wie sonst auch, das Selbstbestimmungsrecht des Patienten an oberster Stelle. Jeder medizinische Eingriff bedarf einer Indikation und einer gültigen Einwilligung. Dabei hilft im Einsatz folgendes Vorgehen: Einwilligungsfähigkeit prüfen und dokumentieren (Patient ist in der Lage, Bedeutung, Tragweite und Konsequenzen einer medizinischen Maßnahme zu verstehen) aktuell geäußerter Wille eines einwilligungsfähigen Patienten ist bindend […]
Kinderreanimation siehe Therapieempfehlung Kinderreanimation Neugeborenenreanimation siehe Therapieempfehlung Neugeborenenerstversorgung und -reanimation Notwendig sind die sofortige Einleitung und Fortführung der Basismaßnahmen (Telefon-CPR, AED). Die Herzdruckmassage (HDM) darf nur so kurz wie möglich („no-flow“-Zeit) unterbrochen werden für: Die Beatmung(2 Beatmungen in 5 s) Die Defibrillation (während Ladevorgang HDM durchführen) 5 s für die Passage der Stimmritze zur Intubationdurch Erfahrene 5 s […]
Plötzliche Rechtsherzbelastung bei Querschnittsverminderung der pulmonalen Strombahn durch thrombembolisches Material. Symptomatik Leitsymptome: Dyspnoe, Tachypnoe, Tachykardie Weitere Symptome Hypoxämie Exspiratorische Hypokapnie Gestaute Halsvenen Husten, Hämoptoe Hypotonie, ggf. kardialer Schock Atemabhängiger Thoraxschmerz Diagnostik Beweisende prähospitale Diagnostik fehlt, Hinweise: Anamnese: Immobilisation, postoperativer Zustand, Koagulopathien, Malignome, etc.? Pulsoxymetrie Kapnographie Hämodynamik stabil/instabil EKG: 12-Kanal-Ableitung – Rechtsherzbelastungszeichen, RSB, SIQIII-Typ, unspez. EKG-Veränderungen: […]
Verweigern Patienten die Behandlung oder den Transport, muss das Rettungsdienstpersonal dies respektieren. Jeder Mensch darf selbst über seine Gesundheit und sein Leben entscheiden. Voraussetzung ist aber, dass der Patient geistig zu einer solchen Entscheidung in der Lage ist (Einwilligungs-, Absprache- und Steuerungsfähigkeit, bei Erwachsenen ist dies der Regelfall). Anhaltspunkte für die Einwilligungsfähigkeit können sein Zu […]
Teamarbeit in der Notfallmedizin erfordert klare Kommunikation. Um Informationsdefizite bei Patientenübergaben zu vermeiden, erfolgt eine strukturierte Übergabe an das weiterbehandelnde Personal, z.B. in der Notfallaufnahme. Rahmenbedingungen, vor Umlagerung: Nachfrage, ob alle erforderlichen Teammitglieder anwesend sind Nur eine Person spricht, absolute Gesprächsdisziplin (inkl. Patient informieren) Nur lebensrettende Maßnahmen fortführen (z.B. Thoraxkompressionen und Beatmung) Unterbrechung nur bei […]
02/2024
Besonderheiten bei der prähospitalen Versorgung bis zur Pubertät Schweres Trauma eher zu erwarten bei: CPR: x: A: B: C: D: E: Zielklinik: Kinder-Referenzzentrum des lokalen Traumanetzwerkes (Transportzeit ≤ 30 min) ggf. RTH Sorge gut für Dich und Dein Team mit Einsatznachsorge für Einsatzkräfte und Betroffene! 03/2025
Traumamanagement ist Zeitmanagement! Modifiziert nach Traumamanagement® (mit freundlicher Genehmigung) 03/2024
Ziel Vermehrung des intravasalen Volumens zum Ausgleich eines Volumenmangels mit dem Ziel einer Kreislaufstabilisierung. Bereits kurze hypotone Phasen können für das Outcome ungünstig sein. Diagnose des Volumenmangels Die Einschätzung resultiert aus dem klinischen Gesamtbild. Es gibt keinen isolierten Parameter für den Volumenstatus eines Patienten. Folgende Größen gehen in die Beurteilung ein: Hautkolorit Zentralisationszeichen (kalte Peripherie, kalter Schweiß, geringe […]
Die Fähigkeit zur sicheren Durchführung einer Narkose ist Voraussetzung zur Teilnahme am Notarztdienst. Immer müssen die Maßnahmen zur Atemwegssicherung/Beatmung beherrscht werden, die erforderliche Ausrüstung muss bereitstehen und entsprechend vorbereitet sein. Medikamentenauswahl und Dosierung sind dem Patienten und dessen Zustand anzupassen. Insbesondere gehört dazu: Akute respiratorische Insuffizienz Bewusstlosigkeit mit Aspirationsgefahr Polytrauma, Schädel-Hirn-Trauma Schwerer Schock Stärkste Schmerzzustände Bei bestehender […]