Atemwegssicherung im Rettungsdienst

Die sichere Beherrschung des Atemwegsmanagements bei Erwachsenen und Kindern ist Voraussetzung für die Teilnahme am organisierten Notarztdienst.

  • In der Notfallmedizin sollte die endotracheale Intubationals Methode der 1. Wahl zur Atemwegssicherung angestrebt werden. Ausbildung und Übung sind erforderlich. Bei Kindern sind supraglottische Atemwegshilfen gleichwertig.
  • Eine ausreichend lange (> 2 min) Präoxygenierungunter Spontanatmung (über dicht sitzende Maske oder NIV) mit maximaler O2-Konzentration verlängert die verfügbare Zeitspanne für eine unerwartet schwierige Atemwegssicherung
  • Die individuelle Apnoetoleranz des Patienten darf auch bei auftretenden Intubationsschwierigkeiten keinesfalls überschritten werden.
  • Der nachfolgende Algorithmus für das Notfall-Atemwegsmanagementbeschreibt die Abfolge der verschiedenen dargestellten Verfahren. Er muss allerdings an interne Standards und die jeweils verfügbaren Techniken angepasst werden.

Vermeidung deletärer präklinischer „Atemwegskatastrophen“

  • Oxygenierung(ggf. Beatmung) steht vor Intubation (Apnoetoleranz!)
  • Frühzeitiger Einsatz von Beatmungsmaske und supraglottischer Atemwegshilfen bei schwieriger Intubation
  • Videolaryngoskopieobligatorisch
  • Kapnographie bei jeder Beatmung obligat
  • Bei Erfolglosigkeit aller Maßnahmen (cannot intubate – cannot ventilate-Situation!) sofortige Anlage eines chirurgischen Atemwegszuganges ohne jede weitere Zeitverzögerung
  • Supraglottische Atemwegssicherungim Kindesalter mit Larynxmaske.
  • Bei jeder Atemwegshilfe Cuffdruckkontrolle!

02/2024