Besondere Infusionslösungen für Kinder sind im Rettungsdienst nicht erforderlich. Meistens benötigen Kinder keinen Venenzugang. Denkbare Indikationen beschränken sich auf die Volumengabe bei einem C-Problem und notwendige intravenöse Medikamentengaben. „Freitropfende Infusionen“ bergen bei Kindern < 10 kg KG eine relevante Gefahr der unkontrollierten Überinfusion.
- Eine Teilentleerung der Infusionsflascheauf die Maximalmenge ist dringend zu empfehlen.
Flüssigkeitsverluste sind mit isoosmolarer Vollelektrolytlösung auszugleichen, initial z.B. 10 – 20 ml/kg KG als Bolus. Ziel: normalisierte kapilläre Füllungszeit (<2-3 Sek). Der Zugang ist regelmäßig zu überprüfen.
- Blutverlustesollen initial mit Kristalloiden ausgeglichen werden.
- Eine Teilelektrolytlösung mit Glucose ist im Rettungsdienst verzichtbar, führt in größeren Mengen gar zu einer unnötig hohen Zufuhr „freien Wassers“ (Ödembildung und Hyperglykämie im adrenergen Zustand).
- Der Erfolg einer Volumentherapie soll regelmäßig per Reevaluation der kapillären Füllungszeit evaluiert werden.
02/2024