Todesfeststellung und Leichenschau

Die Feststellung des Todes und die Durchführung der Leichenschau sind ärztliche Aufgaben. Jeder Arzt ist zur Feststellung des Todes verpflichtet, er muss außerdem die Leichenschau veranlassen. Das Leichenschauwesen ist in Deutschland durch Ländergesetze geregelt, deshalb muss sich jeder Notarzt über die jeweiligen Gesetze und Verordnungen informieren.  Todesfeststellung: Erfordert das Vorhandensein von mindestens einem sicheren Todeszeichen. Falls […]

Analgesie im Rettungsdienst

Im Rettungsdienst sind Schmerzen grundsätzlich zu behandeln. Es gilt als obsolet, den Schmerz als „diagnostisches Hilfsmittel“ bis in die Klinik zu erhalten. Nutze nichtmedikamentöse Maßnahmen wie Ruhigstellung, Lagerung, Kühlung und therapeutische Kommunikation. Grundsätzlich sollte die Analgesie situationsgerecht erfolgen. Eine eingehende Kenntnis des Analgetikums ist unabdingbar. Erwäge nichtinvasive Applikationswege wie bspw. eine intranasale Analgetikagabe (Dosierungstabelle intranasal). […]

Atemstörungen im Kindesalter

Unterscheide: Atemnot versus Atemversagen Durch konsequentes Handeln muss der Übergang Atemnot → Atemversagen → Atem-Kreislauf-Stillstand (s. Therapieempfehlung Kinderreanimation) unbedingt verhindert werden. Ein Atemversagen liegt vor, wenn die Sauerstoffsättigung trotz Sauerstoffgabe (15l/min) <90% bleibt.  Die häufigste Ursache für einen Kreislaufstillstand im Kindesalter ist die Hypoxie (sekundärer Herz-Kreislauf-Stillstand)!    ATEMNOT ATEMVERSAGEN Atemfrequenz Tachypnoe Tachy- oder Bradypnoe möglich(orientierend: > 50 oder […]

Ermittlung des Patientenwillens

Im Notfalleinsatz steht, wie sonst auch, das Selbstbestimmungsrecht des Patienten an oberster Stelle. Jeder medizinische Eingriff bedarf einer Indikation und einer gültigen Einwilligung. Dabei hilft im Einsatz folgendes Vorgehen: Einwilligungsfähigkeit prüfen und dokumentieren (Patient ist in der Lage, Bedeutung, Tragweite und Konsequenzen einer medizinischen Maßnahme zu verstehen) aktuell geäußerter Wille eines einwilligungsfähigen Patienten ist bindend […]

Reanimation (Erwachsene)

Kinderreanimation siehe Therapieempfehlung Kinderreanimation Neugeborenenreanimation siehe Therapieempfehlung Neugeborenenerstversorgung und -reanimation Notwendig sind die sofortige Einleitung und Fortführung der Basismaßnahmen (Telefon-CPR, AED). Die Herzdruckmassage (HDM) darf nur so kurz wie möglich („no-flow“-Zeit) unterbrochen werden für: Die Beatmung(2 Beatmungen in 5 s) Die Defibrillation (während Ladevorgang HDM durchführen) 5 s für die Passage der Stimmritze zur Intubationdurch Erfahrene 5 s […]

Lungenarterienembolie (LAE)

Plötzliche Rechtsherzbelastung bei Querschnittsverminderung der pulmonalen Strombahn durch thrombembolisches Material. Symptomatik Leitsymptome: Dyspnoe, Tachypnoe, Tachykardie Weitere Symptome Hypoxämie Exspiratorische Hypokapnie Gestaute Halsvenen Husten, Hämoptoe Hypotonie, ggf. kardialer Schock Atemabhängiger Thoraxschmerz Diagnostik Beweisende prähospitale Diagnostik fehlt, Hinweise: Anamnese: Immobilisation, postoperativer Zustand, Koagulopathien, Malignome, etc.? Pulsoxymetrie Kapnographie Hämodynamik stabil/instabil EKG: 12-Kanal-Ableitung – Rechtsherzbelastungszeichen, RSB, SIQIII-Typ, unspez. EKG-Veränderungen: […]

Behandlungs- und/oder Transportverweigerung (patientenseitig)

Verweigern Patienten die Behandlung oder den Transport, muss das Rettungsdienstpersonal dies respektieren. Jeder Mensch darf selbst über seine Gesundheit und sein Leben entscheiden. Voraussetzung ist aber, dass der Patient geistig zu einer solchen Entscheidung in der Lage ist (Einwilligungs-, Absprache- und Steuerungsfähigkeit, bei Erwachsenen ist dies der Regelfall). Anhaltspunkte für die Einwilligungsfähigkeit können sein Zu […]

Strukturierte Patientenübergabe Rettungsdienst – Krankenhaus

Teamarbeit in der Notfallmedizin erfordert klare Kommunikation. Um Informationsdefizite bei Patientenübergaben zu vermeiden, erfolgt eine strukturierte Übergabe an das weiterbehandelnde Personal, z.B. in der Notfallaufnahme. Rahmenbedingungen, vor Umlagerung: Nachfrage, ob alle erforderlichen Teammitglieder anwesend sind Nur eine Person spricht, absolute Gesprächsdisziplin (inkl. Patient informieren) Nur lebensrettende Maßnahmen fortführen (z.B. Thoraxkompressionen und Beatmung) Unterbrechung nur bei […]

Polytrauma im Kindesalter

Besonderheiten bei der prähospitalen Versorgung bis zur Pubertät Schweres Trauma eher zu erwarten bei:  CPR:  x:  A:  B:  C:  D:  E: Zielklinik: Kinder-Referenzzentrum des lokalen Traumanetzwerkes (Transportzeit ≤ 30 min) ggf. RTH           Sorge gut für Dich und Dein Team mit Einsatznachsorge für Einsatzkräfte und Betroffene! 03/2025