Identifikation eines Palliativpatienten Patienten mit nicht heilbarer, progredienter, weit fortgeschrittener Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung (neben Tumorerkrankung z.B. auch ALS, COPDGold IV) Bedenke: bei „Palliativpatienten“ kann es zu akuten, behandelbaren Notfällen unabhängig von der Grunderkrankung kommen (z. B. ACS, Schlaganfall, Hypoglykämie a.) Therapieziel und Therapiezieländerung Patientenwillenberücksichtigen, ggf. mutmaßlichen Willen klären Ist das Therapieziel rehabilitativ (durch Therapie […]
Die sichere Beherrschung des Atemwegsmanagements bei Erwachsenen und Kindern ist Voraussetzung für die Teilnahme am organisierten Notarztdienst. In der Notfallmedizin sollte die endotracheale Intubationals Methode der 1. Wahl zur Atemwegssicherung angestrebt werden. Ausbildung und Übung sind erforderlich. Bei Kindern sind supraglottische Atemwegshilfen gleichwertig. Eine ausreichend lange (> 2 min) Präoxygenierungunter Spontanatmung (über dicht sitzende Maske oder […]
Die Unterscheidung „Krampfanfall bei Fieber“ oder „Fieberkrampf“ ist präklinisch nur schwer zu treffen und wird in aller Regel erst in der Klinik zu klären sein (ausführlichere Anamnese, ggf. weitere Diagnostik). Für die Kommunikation mit den Angehörigen spielt die Fulminanz des Erlebten eine große Rolle: oftmals haben die Eltern ihr Kind „blau“ oder „wie tot“ erlebt. Es […]
Besondere Infusionslösungen für Kinder sind im Rettungsdienst nicht erforderlich. Meistens benötigen Kinder keinen Venenzugang. Denkbare Indikationen beschränken sich auf die Volumengabe bei einem C-Problem und notwendige intravenöse Medikamentengaben. „Freitropfende Infusionen“ bergen bei Kindern < 10 kg KG eine relevante Gefahr der unkontrollierten Überinfusion. Eine Teilentleerung der Infusionsflascheauf die Maximalmenge ist dringend zu empfehlen. Flüssigkeitsverluste sind mit isoosmolarer Vollelektrolytlösung auszugleichen, initial z.B. […]
Unter Anaphylaxie versteht man eine akute systemische Reaktion mit Symptomen einer allergischen Sofortreaktion, die den ganzen Organismus erfassen kann und potenziell lebensbedrohlich ist. Auslöser sind eine Vielzahl von Stoffen, z.B.: Pollen, Medikamente, Insekten- und Schlangengifte, Impfstoffe und Nahrungsmittel. In ca. 25 % der Erkrankung ist kein Trigger zu finden. Klinik Respirationstrakt: Heiserkeit, Schwellung von Lippen/Zunge/Uvula, Stridor, Dyspnoe, […]
Vorbemerkung Durch zeitweilige Engpässe kommt es vor, dass Notfallpatienten nicht in der vom Rettungsdienst bestimmten Zielklinik übernommen werden können. Grundsätzlich gilt Die Behandlungspflicht der Klinik gegenüber Notfallpatienten bleibt bestehen. Der Notarzt ist für die Auswahl der Zielklinik in Einschätzung des Patientenzustandes verantwortlich. Vorgehensweise des Rettungsdienstes Alternative a) In gleicher oder akzeptabler Entfernung gibt es ein anderes […]
Extreme Bedrohungslagen (Amok, Terroranschlag) sind mit einer erheblichen Gefahr für die eingesetzten Rettungskräfte verbunden. Diese Einsatzsituationen erfordern ein grundsätzlich anderes taktisches Herangehen zum Eigenschutz. Die Einsatzleitung obliegt in diesen Lagen der zuständigen Polizei. Im Vorfeld solcher Bedrohungslagen sollten zwischen allen BOS abgestimmte Einsatzkonzepte erarbeitet werden, die natürlich auch geübt werden müssen. Taktische Grundsätze bei einer akuten Bedrohungslage: […]
Die Organisation der medizinischen Versorgung bei größeren Schadenslagen ist grundsätzlich Aufgabe des Leitenden Notarztes (LNA). Der ersteintreffende Notarzt übernimmt Aufgaben des LNA bis zu dessen Ankunft an der Schadensstelle. Seine Entscheidungen bestimmen außerordentlich den weiteren Verlauf zur Bewältigung der Schadenslage. Die Organisation ist vor der medizinischen Versorgung zu erledigen. Eigenschutzbeachten – nie in Gefahrenbereich vordringen, […]
Definition der Temperaturbereiche und der klinischen Zeichen nach dem Swiss Staging System: Definition Stadium I –Mäßige Hypothermie (35 – 32° C): Wach – Kältezittern Stadium II – Schwere Hypothermie(32 – 28° C): Bewusstseinsgetrübt – nachlassendes Kältezittern Stadium III – Extreme Hypothermie(< 28° C): Bewusstlos Stadium IV (< 24° C): Bewusstlos und keine Atmung Besonders gefährdet Obdachlose/hilflose Personen, […]
Definition Akute, nicht oder nur kurzfristig kompensierbare Störung des Gleichgewichts zwischen Sauerstoffangebot und Sauerstoffbedarf auf zellulärer Ebene aufgrund einer Fehlfunktion des kardiozirkulatorischen Systems Schockformen Hypovolämischer Schock Hämorrhagischer Schock(akute Blutung nach innen oder außen: z. B. Gefäßverletzung, Gefäßruptur, GI-Blutung) Hypovolämischer Schockim engeren Sinne (fehlendes Plasmavolumen, z.B. Dehydratation bei schwerer Diarrhoe) Traumatisch-hämorrhagischer Schock(Fraktur mit Gewebsschaden, z.B. Polytrauma) Traumatisch-hypovolämischer […]