Traumamanagement ist Zeitmanagement! Modifiziert nach Traumamanagement® (mit freundlicher Genehmigung) 03/2024
Schlagwort: Traumamanagement
Grundsätzlich Bei Terror- oder Amoklagen beachte Therapieempfehlung „Taktische Notfallmedizin“ Frühzeitig Kommunikation mit der Leitstelle/Polizei aufnehmen! Eigenschutz hat höchste Priorität (sicherer Bereitstellungsraum!) Schuss- und Stichverletzungen am Körperstamm bedeuten akute Lebensgefahr, der Weg des Geschosses bleibt unklar Häufig thorakoabdominale Kombinationsverletzungen Rasante Verschlechterung des Patienten ist jederzeit zu erwarten („talk and die“) Bei abdominalen Massenblutungen steigt die Patientensterblichkeit […]
Traumamanagement ist Zeitmanagement (siehe Algorithmus Traumaversorgung) Unterscheide Stumpfes Trauma Penetrierendes Trauma Bei ca. 30 % der Polytraumatisierten ist das stumpfe Bauchtrauma Teilverletzung des Polytraumas. Man muss stets an ein Abdominaltrauma denken. Gefahr: Unterschätzung der Verletzungsschwere. Vorgehen Anamnese (Unfallmechanismus, Schmerzangabe, Abwehrspannung in der frühen Phase oft noch nicht vorhanden) Einschätzung der Verletzungsschwere Kreislaufsituation (Hypovolämie, DD: Spannungspneumothorax) Volumenstatus Bei […]
Grundsätzlich gilt: „life before limb“ – Traumamanagement ist Zeitmanagement (siehe Algorithmus Traumaversorgung) Amputationsverletzungen können grundsätzlich durch die entstehende Blutung lebensbedrohlich werden. Häufig werden zusätzlich bestehende erhebliche Begleitverletzungen (Thoraxtrauma, Abdominaltrauma, Beckenfraktur) unterschätzt oder gar nicht erkannt. Alle Maßnahmen müssen zeitlich straff organisiert werden, damit eine schnellstmögliche definitive Versorgung in der geeigneten Zielklinik erreicht werden kann. Notwendige Maßnahmen bei […]
Traumamanagement ist Zeitmanagement (siehe Algorithmus Traumaversorgung) Es besteht ein hohes Risiko für ein C-Problem! Eine einfache Beckenfraktur (z.B. Sturz in der Häuslichkeit) ist von der komplexen Beckenfraktur hinsichtlich der notwendigen therapeutischen Schritte zu unterscheiden. Letztere ist häufig eine Teilverletzung des Polytrauma-Patienten und oftmals mit weiteren Verletzungen assoziiert. Verletzungsmechanismus (komplexe Beckenfraktur) Verkehrsunfälle: Frontalaufprall, Überrolltrauma, Zweiradfahrer Sturz aus großer Höhe […]
Beim Trauma immer den Unfallmechanismus erfragen. Er kann wichtige Hinweise auf das zu erwartende Verletzungsmuster geben. Die Schmerztherapie durch korrekte Lagerung, Immobilisation und geeignete Analgetika ist die Basis jeder Frakturversorgung. Orientierende Untersuchung vor Ort, möglichst entkleidet Frakturzeichen Durchblutung Motorik Sensibilität Sorgfältige Befunddokumentation (z.B. Foto) Eine frühe Reposition sollte bei grober Fehlstellung, neurologischen Defiziten oder Durchblutungsstörungen durchgeführt werden. Versorgungsziel […]
Definition Verletzung mehrerer Körperregionen oder Organe, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist. Organisation und Anamnese vor Therapie Eigensicherung Unfallmechanismus und Gewalteinwirkung eruieren (Sturztiefe > 3 m oder doppelte Körperhöhe, Ejektion aus KFZ, Tod eines weiteren KFZ-Insassen, Überrolltrauma, schwere Zerstörung des KFZ, Überschlagen KFZ). Frühe Rückmeldung an die Rettungsleitstelle, ggf. Nachforderung […]
Definition Akute, nicht oder nur kurzfristig kompensierbare Störung des Gleichgewichts zwischen Sauerstoffangebot und Sauerstoffbedarf auf zellulärer Ebene aufgrund einer Fehlfunktion des kardiozirkulatorischen Systems Schockformen Hypovolämischer Schock Hämorrhagischer Schock(akute Blutung nach innen oder außen: z. B. Gefäßverletzung, Gefäßruptur, GI-Blutung) Hypovolämischer Schockim engeren Sinne (fehlendes Plasmavolumen, z.B. Dehydratation bei schwerer Diarrhoe) Traumatisch-hämorrhagischer Schock(Fraktur mit Gewebsschaden, z.B. Polytrauma) Traumatisch-hypovolämischer […]
Definition des Wirbelsäulentraumas Verletzung der Wirbelsäule (Fraktur oder Luxation) eventuell mit Schädigung des Rückenmarks durch direkte oder indirekte Gewalteinwirkung. Sie kann isoliert oder im Rahmen einer Mehrfachverletzung auftreten. Hintergrund Bei der prähospitalen Versorgung von Wirbelsäulenverletzten steht eine Vermeidung von Sekundärschäden im Vordergrund: v.a. Hypotonie und Hypoxie vermeiden! In der Behandlung der potenziellen Wirbelsäulen-/Rückenmarkverletzungen hat in […]
Bei spontan atmenden Patienten ist ein vital bedrohlicher Spannungspneumothorax eine Rarität. Daher ist es nur selten erforderlich, vor einer Atemwegssicherung eine Notfallentlastungspunktion durchzuführen. Die Fähigkeit, eine Mini-Thorakotomie durchführen zu können, ist eine Voraussetzung zur Teilnahme am Notarztdienst! Indikationen Absolute Indikation Spannungspneumothorax(kombiniertes lebensbedrohliches B- und C-Problem) Beim traumainduzierten Kreislaufstillstand beidseitige Thorakostomie! Relative Indikationen Pneumothorax Hautemphysem Rippenserienfraktur Hämatopneumothorax Lokalisation: ICR vordere/mittlere […]