03/2022
Kategorie: II. Notfallerkrankungen
Geburten im präklinischen Bereich sind selten. Die meisten Kinder (ca. 90 %) adaptieren sich problemlos an das Leben außerhalb des Mutterleibes nach der Geburt. Die größten Gefahren sind Hypothermie gefolgt von Hypoxie. Bei gestörter Anpassung reichen in der Regel (bzw. fast immer) die Basismaßnahmen der Erstversorgung aus. Sofern verfügbar: Frühzeitig Alarmierung eines Baby-Notarztes inkl. Inkubator erwägen […]
Jede erkrankte, verletzte oder an einem Unfall beteiligte Schwangere sollte zeitnah in das nächstgelegene geeignete Krankenhaus mit einer geburtshilflichen Abteilung transportiert werden. Die Patientin sollte notärztlich telefonisch angemeldet werden, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Fachdisziplinen in der ZNA/Kreißsaal bereitstehen. Vor dieser telefonischen Anmeldung sollte die Anamnese wie folgt aufgenommen werden. Anamnese Mutterpass sichten und mitnehmen […]
Definition Durch einen erhöhten hydrostatischen Druck kommt es zum Austritt eiweißreicher Flüssigkeit aus den Kapillaren ins Interstitium und später auch in die Alveolen. Ursachen Linksherzinsuffizienz bei Myokardischämie, Herzinfarkt, Kardiomyopathie, Herzklappenfehler Tachykarde Herzrhythmusstörungen Hypervolämie bei Herz- oder Niereninsuffizienz Klinik Ortho-, Tachy-, Dyspnoe, Sprechen nicht mehr möglich Hypoxämie (SpO2↓), Zyanose Bei interstitiellem Lungenödem Bronchospastik Bei intraalveolärem Lungenödem […]
Grundsätzliches Kohlenmonoxid (CO) ist unsichtbar, geruchlos, geschmackslos Bindet sich ca. 300fach stärker an das Hb-Molekül als Sauerstoff Verschiebung der Sauerstoffbindungskurve nach links Antidot: Sauerstoff (kompetitive Verdrängung), ggf. hyperbare Oxygenierung (HBO) in Druckkammer, kein spezifisches Antidot bekannt HWZ von Kohlenmonoxid im Blut: unter Raumluft: ca. 5 Stunden, Beatmung mit 100 % Sauerstoff: ca. 60 min, Druckkammer […]
Die Zahl von Ingestionen und Intoxikationen ist hoch. Der Rettungsdienst wird aber nur mit einer vergleichsweise geringen Zahl konfrontiert. Noch viel seltener besteht die Therapie in einer gezielten Gabe eines Antidots, sondern viel mehr in einer allgemeinen, notfallmedizinischen Therapie zur Sicherung und dem Erhalt der vitalen Funktionen. Die Magenspülung als entgiftendes Verfahren vor Ort wird […]
Synonyme Viraler Krupp, Krupphusten, Infekt-Krupp, Croup, Laryngotracheobrochitis Pathophysiologie Viraler Infekt der Stimmbänder, subglottische Kehlkopfenge, Trachea, Hauptbronchien, Entzündungsreaktion, starke Schleimhautschwellung (bes. subglottisch), erhöhter Atemwegswiderstand, vermehrte Atemarbeit. Altersgipfel 6 Monate – 3 Jahre, starke Rezidivneigung bis Grundschulalter Differenzialdiagnosen Epiglottitis acuta, eitrige Tracheitis, Diphterie, Fremdkörper Symptome Anfallsweise Dyspnoe mit Zyanose, Bellhusten, ziehender inspiratorischer Stridor („Pfeifen“), Einziehungen, meist mäßig […]
Für die Durchführung einer Magenspülung am Notfallort bestehen keine hinreichenden durch klinische Studien gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass durch ihren Einsatz die Prognose von vergifteten Patienten verbessert wird. Die Entscheidung, ob nach oraler Intoxikation eine Magenspülung am Notfallort durchgeführt werden sollte, bedarf stets der sorgfältigen Einzelfallprüfung. Der routinemäßige Einsatz ist nicht indiziert und erfordert eine ausreichende […]
Obstruktive Ventilationsstörung (aeCOPD, Asthma bronchiale) NB: Denke an Differentialdiagnose Asthma cardiale (v. a. bei hypertensiver Entgleisung), wenn keine COPD / kein Asthma bronchiale bekannt / keine entsprechende Vormedikation CAVE: Auch bei respiratorischer Besserung möglichst jede körperliche Belastung im Rahmen von Umlagerung oder Transport vermeiden. *NIV bei Asthma bronchiale: bislang keine generelle Empfehlung. Therapieversuch bei ventilatorischer […]
Am häufigsten sind: Asthma cardiale, akut exazerbierte COPD (aeCOPD) und Asthma bronchiale. Weitere Differentialdiagnosen können sein: Fremdkörper, Bronchiolitis oder Anaphylaxie Anamnese / Klinik Leitsymptom Dyspnoe, ähnliche Symptomatik, Unterscheidung häufig nur anhand der Anamnese Asthma cardiale / interstitielles Lungenödem Typischerweise hypertensive Entgleisung Herzinsuffizienz warm / trocken Häufig nachts und in den frühen Morgenstunden Siehe Lungenödem aeCOPD […]