Beim Trauma immer den Unfallmechanismus erfragen. Er kann wichtige Hinweise auf das zu erwartende Verletzungsmuster geben. Die Schmerztherapie durch korrekte Lagerung, Immobilisation und geeignete Analgetika ist die Basis jeder Frakturversorgung. Orientierende Untersuchung vor Ort, möglichst entkleidet Frakturzeichen Durchblutung Motorik Sensibilität Sorgfältige Befunddokumentation (z.B. Foto) Eine frühe Reposition sollte bei grober Fehlstellung, neurologischen Defiziten oder Durchblutungsstörungen durchgeführt werden. Versorgungsziel […]
Voraussetzung für eine Intubation ist eine ausreichende Narkosetiefe. Der Einsatz von Muskelrelaxanzien kann die Intubationsbedingungen deutlich verbessern und ist zur Narkoseeinleitung von den Fachgesellschaften empfohlen. Die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Narkosetiefe ist zu gewährleisten. Das kurz wirksame depolarisierende Succinylcholin kann zur Narkoseeinleitung eingesetzt werden. Nicht depolarisierende Muskelrelaxanzien können aufgrund der Wirkdauer präklinisch nicht uneingeschränkt zur Narkoseeinleitung empfohlen werden. Mit dem Zeitpunkt einer […]
Definition Verletzung mehrerer Körperregionen oder Organe, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrerer Verletzungen lebensbedrohlich ist. Organisation und Anamnese vor Therapie Eigensicherung Unfallmechanismus und Gewalteinwirkung eruieren (Sturztiefe > 3 m oder doppelte Körperhöhe, Ejektion aus KFZ, Tod eines weiteren KFZ-Insassen, Überrolltrauma, schwere Zerstörung des KFZ, Überschlagen KFZ). Frühe Rückmeldung an die Rettungsleitstelle, ggf. Nachforderung […]
Definition Jeder Krampfanfall, der länger als 5 Minuten anhält oder ≥ 2 aufeinanderfolgende Anfälle über einen Zeitraum von mehr als 5 Minuten ohne Wiedererlangen des präiktalen neurologischen Ausgangsstatus. Hinweis: Für Kinder siehe „Fieberkrampf / Kindlicher Krampfanfall“ Allgemeine Maßnahmen Verletzungsschutz (oft mehrere Helfer erforderlich) und Vorgehen nach xABCDE, u.a. bedarfsgerechte O2-Gabe v.-Zugang anstreben (auf sichere Fixierung […]
Erst die Kombination von klinischer und apparativer Überwachung bedeutet bestmögliche Patientensicherheit. „Hand am Puls“, Sehen, Hören und Fühlen sind unerlässlich! Während der Versorgung und des Transportes eines Patienten sollten überwacht werden: Atmung Atemfrequenz: bei Spontanatmung immer ermitteln Atemarbeit/Thoraxexkursionen Pulsoximetrie (Werte nur bei guter plethysmographischer Kurve verwertbar) Auskultation der Atemgeräusche Bei Beatmung: Sicherheitsmonitoring von Notfallrespiratoren: O2-Vordruck, […]
Untersuchungsgang Bewusstsein (Ansprechen) x Exsanguination: kritische Blutung A Airway/Atemwege: frei/beeinträchtigt/verlegt B Breathing/Atmung: Atemfrequenz/Atemarbeit/SpO2/seitengleich C Circulation/Kreislauf: Puls/Herzfrequenz/Blutdruck/kapilläre Füllungszeit/Vorlast D Disability/neurologisches Defizit: Pupillomotorik/Glasgow-Coma-Scale/Paresen/Seitenvergleich/Sprache/Meningismus/Krampfanfall E Environment and exposure/erweiterte Untersuchung: Blutzucker/Körpertemperatur/ Verletzungszeichen Anamnese/Fremdanamnese: S A Symptome AllergieM MedikationP Patientenanamnese, Beginn der Symptomatik (plötzlich oder langsam), Schmerzangabe, VorerkrankungenL Letzte MahlzeitE Ereignis, Auffindesituation Bedenke mögliche Ursachen, z. B: Hirninfarkt, intracranielle Raumforderung Trauma Hypotension Hypothermie/Hyperthermie Hypoxie Exsikkose Krampfanfall Intoxikation(Erwäge […]
Notwendig sind die sofortige Einleitung und Fortführung der Basismaßnahmen (Telefon-CPR, AED). Die Herzdruckmassage darf nur so kurz wie möglich („no-flow“-Zeit) unterbrochen werden für: Die Beatmung(2 Beatmungen in 5 s) Die Defibrillation (während Ladevorgang HDM durchführen) 5 s für die Passage der Stimmritze zur Intubationdurch Erfahrene 5 s zur Rhythmuskontrolle Herzdruckmassage Tiefe mind. 5 cm (max. 6 […]
Verletzungsort Stammtrauma siehe Therapieempfehlung Thoraxtrauma, Abdomen-, Beckentrauma Übergang zum Körperstamm (junctional injury) Manuelle Kompression > Packing mit Baumwollgaze oder Hämostyptika in Gaze-Form (bei lebensbedrohlicher Blutung) CAVE: Übung erforderlich! Extremitäten Stufenschema: Manuelle Kompression > Druckverband (Hochlagerung) > Tourniquet Gründe/Indikation für Anlage Tourniquet Medizinische Gründe Unkontrollierbare Blutungen an Extremitäten Schwere Blutungan Extremitäten bei gleichzeitigem A-, B- und/oder C-Problem Taktische Gründe […]
Indikationen Hypoxämische ARImit Atemfrequenz > 25/min, SpO2 < 90 % trotz O2-Gabe; B. kardiogenes Lungenödem. Hyperkapnische ARI= klinisch ventilatorische Insuffizienz mit hoher Atemfrequenz/niedrigem AZV; z.B. akute exacerbierte COPD (aeCOPD), Asthma bronchiale. Kontraindikationen Absolut: fehlende Spontanatmung, Schnappatmung, Verlegung der Atemwege, gastrointestinale Blutungoder Ileus, nicht hyperkapnisch bedingtes Koma, Pneumothorax. Relativ: hyperkapnisch bedingtes Koma, hochgradige Hypoxämie, Agitation, ausgeprägter Sekretverhalt […]
Grundregel beim Umgang mit Strom: Eigenschutz beachten! Rettung je nach Spannungsart: Bei Niederspannung (< 1000 V) Sicherung entfernen Netzstecker ziehen Gerät ausschalten Isolierung durch geeigneten Standort Bei Hochspannung (> 1000 V) Unbedingt Abstand halten – keine voreiligen Rettungsversuche! Fachdienste verständigen (z.B. Feuerwehr, Energieversorger, Verkehrsbetriebe) Maßnahmen nur durch Fachpersonal (NICHT Rettungsdienstpersonal) Freischalten Sicherung gegen Wiedereinschalten Feststellung der […]